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Wie du ganz einfach etwas Gutes für die Welt tun kannst: Der Bruderhahn

Florian Ridder mit Bruderhahn

Mit nur ein paar Cent mehr für dein Spiegelei kannst du die Welt ein großes Stück besser machen. Wir erzählen wie und wieso.

Was macht unter anderem gute Ramen aus?
Natürlich ist der wichtigste Teil der Ursprung der Zutaten. Man schmeckt es einfach woher die Zutaten kommen.
Ein essenzieller Bestandteil von Ramen sind natürlich die Eier/das Ei – eingelegt in die perfekte Mischung, die es so „ramig“ macht. Das perfekte Ei ist noch fast flüssig in der Mitte und zergeht förmlich im Mund. Wir beziehen unsere Demeter Eier vom Bauckhof und unterstützen damit die BID (Bruderhahn Initiative Deutschland) mit 4 Cent Pro Ei. Da kommt im Jahr schon einiges zusammen, aber was ist eigentlich ein Bruderhahn und ….

Wo genau kommt so ein Ei eigentlich her, bevor es seinen Weg in unsere Ramen findet?

In Deutschland und der Welt gibt es größtenteils zwei Arten von gezüchteten Hühnern. Die einen sind darauf getrimmt möglichst viele Eier zu legen, sie setzten allerdings nicht so viel Fleisch oder Fett an und werden eher weniger mit dem Ziel der späteren Verspeisung gehalten.
Die andere Art wird zum Speise-Huhn herangezüchtet. Sie sind fetter und legen viel saftiges Fleisch an. 

Foto von Katherine Chase @thekatiemchase auf unsplash.com

Doch wie kommt es, dass immer nur von Hühnern die Rede ist? Wo bleiben denn die Brüder der Hühner? Sind männliche Eier einfach seltener?

Nein, das ist absolut nicht der Fall.
Es gibt bei jedem Ei eine 50/50 Chance, bezogen auf das Geschlecht. Da fragt man sich doch, wo die verehrten Herren der Schöpfung – die Brüderhähne – sind.
Die Antwort ist oft erschreckend und mit so viel Horror verbunden, dass viele das Thema lieber gänzlich vom Tisch lassen.. Vielleicht wird es auch einfach schon als normal betrachtet, da es seit mehreren Jahren eben Gang und Gebe war und immer noch ist.

Denn es werden noch immer tagtäglich kleine Baby-Hähnchen in Massen getötet. Um genau zu sein, sind es immer noch mehr als 40 Millionen Tiere pro Jahr und das alleine in Deutschland. Einfach weil die Männchen der Legehennen auch nicht viel Fleisch anlegen und zu teuer in der Aufzucht wären. Und da sie ganze 22 Wochen brauchen, bis sie Schlachtreif sind, auch zu viel Platz einnehmen und wirtschaftlich gesehen generell nicht wirklich von Gebrauch sind. Zusätzlich haben sie den Ruf eher zäh zu sein und weniger schmackhaft, wir halten das für Quatsch und im Lesser Panda Ramen stellen wir gerne den Gegenbeweis dafür an. In unseren Gerichten und insbesondere in unserer Brühe verarbeiten wir auch den Bruderhahn. Unsere Freunde vom Bauckhof freuen sich darüber denn es gibt nicht wirklich einen Markt für den Bruderhahn.

Wie kann man dieses Problem angehen und lösen? 

Denn wer würde mehr für das magere Fleisch des Bruders der Legehenne zahlen, wenn es nicht mal unbedingt besser schmeckt?
Wer trägt die Kosten für die Aufzucht? Und können wir etwas tun, um die massenhafte Tötung von männlichen Kücken zu verhindert?

Es wird tatsächlich daran geforscht, schon bevor sich ein Kücken entwickelt, feststellen zu können, ob es ein Männchen der ein Weibchen wird. Somit könnten die männlichen Eier als übliche Speise-Eier verkauft werden können und die weiblichen herangezogen werden können, zu Legehennen, Rassegeflügel oder Masthybride.
Bis die Technik jedoch soweit ist, müssen wir andere Möglichkeiten finden.
Denn wenn ein Ei Bio sein soll, müssen wir uns genau so die Fragen stellen, ob das Futter als Biosiegel reicht oder die Artgerechte Aufzucht, wenn trotzdem 50% der Kücken getötet werden. Einfach, weil sie keinen wirtschaftlichen Nutzen bringen. Können wir es moralisch verteten?

Foto von Ramiro Martinez @amiro250 auf unsplash.com

Langfristig wäre eine Lösung hilfreich, die es vorsieht generell weniger Hähnchenküken zu töten.

Es geht nicht nur um Bio, denn selbst bei Bio-Eiern werden nur 5% komplett ohne Kückentode hergestellt. Es geht also darum einen Kreislauf und langfristige Lösung zu schaffen, die nicht nur für die Tiere sondern für alle an dem Prozess Beteiligten mehr Wert gibt und ein Miteinander fördert, dass langanhaltend Sinn macht und nicht nur auf Profit und Ausbeute aus ist.


Mehr Bio als der übliche Bio-Standard muss her!

Erweiterte Standards für das Gesamtwohl von Tier und Umwelt gehören schon Jahrelang mit zu dem Demeter-Prinzip, des ältesten Bioverbands Deutschlands, der es sich zum Ziel gesetzt hat, weit über den Bio-Standart hinaus zu denken.
Es gibt demnach einen großen Unterscheid zwischen „einfach“ Bio und Demeter.

Hier findest du eine detaillierte Ansicht der Unterschiede von Demeter-Standards und deutschem Bio-Standart:
https://www.demeter.de/unterschied-bio-demeter#tab2

Als langfristige Lösung wird an die Züchtung eines Zweinutzungsthuhns gedacht. 

Zusammen haben die BID (Bruderhahn Initiative Deutschland) und die ÖTZ (ökologische Tierzucht GmbH) mit Unterstützung von „Bioland“ und „Demeter“ eine Zuchtlösung gefunden, die weitaus natürlicher, nachhaltiger und tierfreundlicher ist.
Weg von der Massenproduktion legt dieses Huhn sowohl genügend Eier für die Wirtschaftlichkeit, im gleichen Zug hat es genug Fleisch an sich für ein ebenso wirtschaftliches Mastergebnis. Auch wenn dieser Prozess weniger Profit verspricht, ist er auf lange Sicht natürlicher für Mensch und Umwelt und verspricht eine nachhaltige Landwirtschaft, die nicht der Ausbeutung von Tier und Pflanzen gilt, sondern einen Einklang fördert, welcher generell Tier-, Pflanzen- und Umweltfreundlichere Bedingungen schafft.

Foto von K Kannan @kannankanu von unsplash.com

Was kann ich als Einzelverbraucher tun? Wie kann ich zum Vorbeugen des Kückentöten beitragen?

Die BID, die Bruderhahn Initiative Deutschland, gegründet von Bio-Landwirten und Großhändlern, verlangt die ökologische Züchtung. Sie setzt sich dafür ein, dass Brüderhähne aufgezogen werden. Die Kosten dafür soll jedes verkaufte Ei der Schwestern beitragen. Durch nur 1 Cent pro Ei mehr, kann garantiert werden, dass sich mit dem Geld um die Bruderhähne gekümmert wird. So unterstützen die Schwestern sozusagen ihre Brüder. Bei manchen Höfe wie zum Beispiel dem Bauckhof spendet ihr aber auch 4 Cent pro Ei.

Die Eier die wir für unsere Ramen verwenden sind also nicht nur Demeter sondern unterstützen auch die BID. Wir sind uns sicher wenn wir uns das leisten können bei tausenden Eiern kannst du das auch. Mal angenommen du verbrauchst 6 Eier die Woche, dann wären das 12,48€ mehr im Jahr die du für die Unterstützung des Bruderhahn ausgeben müsstest, und gleichzeitig zum besseren Gewissen kriegst du noch leckerere Eier serviert : )


Hier kannst du nachschauen, wo es in deiner Nähe BID-Eier zu kaufen gibt, um die Bruderhahn Initiative zu unterstützen: https://www.bruderhahn.de/haendlerliste/

Hier erfährst du mehr über die Ökologische Tierzucht GmbH (ÖTZ):
https://www.oekotierzucht.de/

Bruderhahn

Quellen:

https://www.demeter.de/bruderhahn
https://www.bildungsserveragrar.de/zeitschrift-bub-agrar/online-beitraege/online-spezial-archiv/eine-loesung-fuer-das-haehnchenproblem/
https://www.bzfe.de/inhalt/was-ist-ein-bruderhahn-31322.html
https://www.oekotierzucht.de/
https://www.biowest.info/wp-content/uploads/Messemagazine/MM_BWBO_20_Web.pdf
https://www.bruderhahn.de/
https://www.peta.de/Unwort-2016
https://www.landwirtschaft.de/landwirtschaft-verstehen/haetten-sies-gewusst/tierhaltung/was-ist-ein-bruderhahnj

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